Jutta Reucher

 

Biografie

Jutta Reucher:

1951 in Oberpleiß geboren. 1969 – 75 Sudium der Malerei an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf bei den Professoren Rissa, Schiff und K.O. Götz. 1974 Meisterschülerin bei Prof. K. O. Götz. 1974 Reisestipendium der Henkel-Stiftung für einen Italienaufenthalt. 1975 Kunsterzieherexamen. 1975 – 76 weiterer Studienaufenthalt in Italien. 1994 Hans-Thuar-Preis.1996 Cadenabbia-Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Jutta Reucher studierte in den 70er Jahren an der Kunstakademie Düsseldorf und war Meisterschülerin von Karl Otto Götz. Daraus ergibt sich natürlich nicht zwangsläufig die Nähe zur informellen Malerei ihres Lehrers, aber die Lust an der Farbe und die schwimmenden Farbräume lassen eine Nähe zu. Wasserfarben, Bilder des Wassers – viele Bilder Jutta Reuchers beschäftigen sich mit Wasserflächen, Spiegelungen, Zweigen im Wasser und unter Wasser. Nicht immer ganz eindeutig spielt die Künstlerin mit Irritationen in ihrer Motivwahl.
Stehe ich unmittelbar vor den Bildern, dann habe ich das Gefühl, sie bewegt sich in ihrer Malerei im Grenzbereich zwischen noch Identifizierbarem und Abstrahiertem. Trete ich zurück, entdecke ich in der Ordnung in ihren Bildern immer etwas, das Landschaftliches, oder Details aus der Landschaft realistisch erkennen lassen. Es ist ein Ausschnitt der gesehenen Wirklichkeit. Ihre Bilder halten die Spannung zwischen einer Malerei um der Malerei Willen und ihrer Abhängigkeit vom Abbild verpflichteten Vorwand des Malens aufrecht. Konkret Gesehenes scheint nur noch als Vorwand für eine differenzierte Farbstaffelung zu sein. Selbst wenn Jutta Reucher ihr Motiv nicht auf das Thema Wasser ausrichtet, so machen ihre Arbeiten den Anschein, dass hier mit viel Wasser gearbeitet wird. Dies ist allerdings nur der visuelle Effekt, ihre Bilder werden im reinen Pigment gearbeitet.