Silke Leverkühne

Pineta, 2008, Eitempera auf Leinwand, 140 x 280 cm

 

 

Biografie

Biografie von Silke Leverkühne:

1953 in Rendsburg geboren. 1971 – 78 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, Meisterschülerin bei Alfonso Hüppi. 1975 – 76 Studium an der Academica di Belle Arti in Florenz. 1985 – 86 Atelieraufenthalt im Künstlerhaus Bethanien in Berlin. 1987 – 89 Stipendiatin der Günther-Peil-Stiftung des Leopold Hoesch Museums in Düren. 1989 Förderpreis der Stadt Düsseldorf. 1993 – 95 Gastprofessur für Malerei an der Gesamthochschule Kassel. Von 1999 – 02 Lehrauftrag an der Universität Gh Essen. 2002 – 03 Vertretungsprofessur an der Kunsthochschule Kassel. Seit 2004 hat Silke Leverkühne eine Professur für Malerei an der Universität zu Köln. Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Helles glänzendes Licht, das sich im Wasser sammelt, blaue, diesige Himmel, die sich in den Seen spiegeln, ein Grün, ein Blau, Pflanzenformen, Gesträuch, Geäst, das die Wasserflächen überlagert, unterschlingt, vom Wasser reflektiert wird, sich im Wasser bricht: Oben und unten, außen und innen, die Zeit und ihr Fluss durchdringen sich in vielschichtigen, durchlässigen, diaphanen Bildgebilden. Die Welt ist da, und in der Malerei wird aus dem (unscheinbaren) Kontinuum der materiellen Welt ein dort verwurzelter Anblick, in dem sich Sehen und Gesehenwerden verschränken. Silke Leverkühnes Malerei entsteht eine Welt der Sichtbarkeit, die im Spielraum der unendlichen schöpferischen Möglichkeiten das Gegebene als Kern von Evidenz wieder findet, mit neuer Überzeugungskraft, im bestürzenden Wiedererkennen. Der Blick wandert in das Bildgeschehen hinein, bewegt sich im Bild, folgt den Farbstrudeln, den Klängen der Farbbegegnungen, den Spiegelungen, die in schimmernden Farbschleiern aufblitzen und wieder verschwinden, erfährt Brüche, Verdichtungen, Schichtungen, und Lockerungen: eine Entdeckung der subtilen Verflechtung, die das Bild – zwischen opus und actus – entwickeln, eine gleitende Bewegung, die die komplementären Größen, die Form und den Sachinhalt balanciert und immer wieder neu entfaltet.

Dorothée Bauerle-Willert

 

Einzelausstellungen

2017 Struktur und Imagination
Kopfermann-Fuhrmann Stiftung, Düsseldorf (mit Sigrid Kopfermann)
2014 Point of View – zwei Generationen im Diskurs
Galerie Bengelsträter, Düsseldorf (mit Ryo Kato)
Palais Lichtenstein, Feldkirch, Österreich (mit Birgit Werres)
2013 grüne Erde an Berg blau Leopold-Hoesch-Museum, Düren
2011 Hogan Lovells, Skyoffice Düsseldorf
2010 Galerie Krohn, Basel
Take/Maracke, Wissenschaftspark Kiel
two, Kunsthalle Altdorf, Ettenheim (mit Gisela Kleinlein)
2009 summertime Galerie Bengelsträter, Düsseldorf
2006 Galerie Bengelsträter, Iserlohn
2005 Galerie Krohn, Basel
2004 Glühen im Unterholz Kunstverein Galerie Stücker, Brunsbüttel
2003 Kunstverein Kunst & Co., Flensburg
2002 Galerie Krohn, Basel
2001 Kunstverein Grafschaft Bentheim, Neuenhaus
Kornspeicher der Herzog August Bibliothek,
Bundesakademie für kulturelle Bildung, Wolfenbüttel (mit Peter Mell)
2000 wechselnd bewölkt Altonaer Museum in Hamburg
1999 wechselnd bewölkt Kunstverein Recklinghausen
1998 Galerie Conrads, Düsseldorf
Galerie Bengelsträter, Iserlohn
1997 Landschaften-Wolkenbilder Von der Heydt-Museum, Wuppertal
1996 Karin Bolz Galerie, Köln (mit Nicola de Maria)
1995 Galerie Ilverich, Meerbusch-Düsseldorf
1994 steingrau und wasserblau Karin Bolz Galerie, Köln
1993 Galerie Ilverich, Meerbusch-Düsseldorf
1992 chiaroscuro Karin Bolz Galerie, Köln
Kunstverein Lippstadt
1991 die Säule Kunstverein Braunschweig
die Säule Galerie Brusten, Wuppertalf
est, est, est Kunstverein Emmerich
1990 Förderpreis der Stadt Düsseldorf, Forum Bilker Straße,
Kunstmuseum Düsseldorf (mit Ulrike Kessl)
aus anderer Perspektive
Westfälischer Kunstverein, Münster
Mannheimer Kunstverein
Erfurter Kunstverein im Angermuseum, Erfurt
1989 Peill-Stipendiaten Leopold-Hoesch-Museum, Düren
Galerie Brusten, Wuppertal
1988 Galerie Ilverich, Meerbusch-Düsseldorf
1987/83 sechs Bilder für ein Achteck Galerie Brusten, Wuppertal
1986 Städtische Galerie Düsseldorf
Künstlerhaus Bethanien, Berlin
1985 Malerei Sparkassenhochhaus, Düsseldorf
Galerie Ilverich, Meerbusch-Düsseldorf
1981 Galerie Handschin, Basel
1980 Leopold-Hoesch-Museum, Düren (mit Lisa Hoever
und Karl-Manfred Rennertz)

Werke in öffentlichen Sammlungen

Artothek des Kunstvereins Bonn
DZ Bank Kunstsammlung
Leopold-Hoesch-Museum, Düren
Museum Kunst Palast, Düsseldorf
Sammlung des Landes NRW, Kunsthaus Kornelimünster
Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
Sammlung der Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf

Preise und Stipendien

1978 Reisestipendium der Kunstakademie Düsseldorf
1985–86 Künstlerhaus Bethanien, Berlin
1987–89 Stipendiatin der Günther-Peill-Stiftung, Leopold-Hoesch-Museum, Düren
1989 Förderpreis der Stadt Düsseldorf
1999 Stadtmalerin der Stadt Leverkusen
2011 Artist in residence, Etaneno, Museum im Busch, Namibia